Andy Warhol

Amerikanischer Kunstmaler, Graphiker, Fotograf und Filmmacher.
Obwohl Andy Warhol die Pop-Art nicht erfunden hat und ebensowenig ein Vorläufer dieser einflussreichen Kunst-Strömung war, wurde er dennoch der wichtigste Künstler der Pop-Art. Der Amerikanische Kunstmaler, Grafiker, Fotograf und Filmmacher Andy Warhol (eigentlich Andrej Warhola / 1928-1987) war ein vielseitiger Pop-Art-Künstler. Er war der Sohn Tschechoslowakischer Emigranten.
Reklame-Zeichner
Andy Warhol fing seine Karriere als Reklame-Zeichner an. In den 50er Jahren erwarb Andy Warhol innerhalb einiger Jahre einen bekannten Namen unter den Art-Direktoren. Sein erster wirklich grosser Erfolg war die vollseitige Zeichnung eines knieenden Matrosen, der sich Heroin in den Arm spritzt. Diese Zeichnung wurde im September 1951 in der New York Times als Inserat für ein Radioprogramm abgedruckt. In regelmässigen Abständen zeichnete er Schuhe. Die Wiederholung und die geringe Variation gevielen ihm und dies wurde später eine wichtige Charakterisierung seines Total-Werkes.
Künstler
In 1952 bekam Andy Warhol – er hatte damals Alexandre Iolas den Inhaber der Hugo Gallery kennengelernt - seine erste Ausstellung. Auf dieser Ausstellung zeigte Warhol Zeichnungen, die er als Illustrationen zu den Geschichten von Truman Capote gemacht hatte. Am Anfang der 60er Jahre fing seine Laufbahn als Künstler an. Unter Einfluss der “Ready-Mades" von Duchamp introduzierte Warhol mit seinen Kunstwerken alltägliche Konsumenten-Produkte. Hierfür benutzte er z.B. bekannte Suppen-Dosen von Campbell, die Coca-Cola-Marke oder den Amerikanischen Dollar-Schein. Warhol verarbeitete viel Ideeen von Menschen aus seiner Umgebung. Er hatte keinesfalls das Bedürfnis, das was ihn persönlich berührte zu malen und fand es kein Problem andere zu fragen, was er malen solle.
Sein Freund Henri Goldzahler brachte ihn auf die Idee zur "Death and Disaster"-Serie. Ivan Karp gab ihm den Rat um Selbstbildnisse zu malen, so dass er selbst ein Ikon seiner Zeit werden sollte. Muriel Latow kam auf die Idee der von Warhol gemalten Dollar-Scheine.
Pop-Art
Mit Hilfe der Siebdruck-Technik entstanden grosse Serien Werke, wobei er als Thema Stars wie Marilyn Monroe und Elvis Presley wählte oder kontraversiele Themen (Unglücke, Elektrischer Stuhl). Andy Warhol benutzte oft bestehende Fotos, die er oft unzählige Male manipulativ auf dem Leinentuch multiplizierte. Seine Ausstellung in New York in 1962 kam an wie ein Blitz. Warhol konnte sich jetzt etwas mehr erlauben und richtete an der East 47th Street, in der Nähe des bekannten Chrysler Building, sein neues Studio “The Factory” ein.
Factory
In den darauf folgenden Jahren umgab Warhol sich mit einer Schar von Mitarbeitern und Bewunderern. Die Gruppe versammelte sich immer wieder in seinem Studio The Factory. In diesen Arbeits-Räumen entstanden die Underground-Filme und fanden Happenings und Multimedia-Vorstellungen statt.
Die Tür der Factory war immer geöffnet und das Studio wurde ein Treff-Punkt für Künstler und Amphetamin-Gebraucher. Während jeder rein- und rauslief arbeitete Warhol mit seinen Assistenten aan den vielen Gemälde-Serien mit regelmässig zurückkehrenden Themen. Im nachhinein war der Sommer von 1966 der absolute Höhepunkt der Karriere von Andy Warhol: er war berühmt und entwickelte frische Ideen.
Filme
Beim Filmemachen wurde Andy Warhol durch Jonas Mekas angeregt, der in Park Avenue South Untergundfilme zeigte. Er drehte sowohl "Tarzan and Jane", "Kiss" als auch "Blow job". Der 6 Stunden dauernde Film "Sleep", mit dem schlafenden John Giorno, war einer der typischen Warhol-Filme, worin lange Zeit dasselbe zu sehen war. In "Blow job" sehen wir das Gesicht eines Mannes der ausserhalb der Leinwand sexuell befriedigt wird und im Anschluss daran eine Zigarette ansteckt.
